Die ersten Tage – noch ganz entspannt

Am ersten Abend sind wir bei Enea zum Essen eingeladen, in ihrem schönen Hof unter freiem Himmel. Es ist ein lauer Sommerabend

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Wir genießen köstlichen Smoothie aus Ananas, Bananen und Karotten in Eneas Hof

Auf dem Weg kommen wir an dem Haus vorbei, in dem Luise und ich vor zwei Jahren gewohnt haben. Anfang des Jahres ist ein riesiger Baum auf das Dach gestürzt. Glücklicherweise hat zu der Zeit niemand darin gewohnt. Jetzt gibt es jedenfalls jede Menge Bretter, deren Verkauf die Dachreparatur finanzieren soll.

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Das war einer der umgestürzten Bäume. Der Stamm ist bestimmt 3 m hoch

Am Freitag ging dann wirklich die Arbeit los. Dr. Shibanda, der Chefarzt, ist gerade auf einer Versammlung in Iringa und so hat uns am Ankunftstag Dr. Kapungu begrüßt und herumgeführt. Dr. Kapungu ist im Moment der einzige Arzt, der weder „eigentlich“ im Ruhestand ist, noch gerade in der Ausbildung, wie der junge Silvester, der als „Assistenzarzt“ seit zwei Jahren hier ist. Dr. Shibanda ist seit einem Jahr berentet, aber arbeitet, unterstützt von Kirchenleitung und Mission, noch weiter, wie bisher. Auch Dr. Kita, ebenfalls schon seit einiger Zeit in Rente, arbeitet noch weiter – es gibt einfach niemand anderes.

Die Krankenschwestern machen dafür Eingriffe, die bei uns nur Ärzte machen. Ich konnte dabei sein, wie Roda in der Mutter- Kind-Ambulanz (die auch für Verhütung zuständig ist), eine Spirale gelegt hat. Sehr sorgfältig und gut.

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Die benötigte Länge der Kupferspirale wird ausgemessen

Im Kreißsaal und bei den Schwangeren und Wöchnerinnen ist momentan alles ruhig, das ist auch mal gut.

Stephan hat sich inzwischen mit dem Heilpflanzengärtner und einem Übersetzer (ein junger Mann, der nach dem Lehrerstudium auf eine Anstellung wartet) zusammengetan und erst einmal einen Kompost angelegt. Viel wertvolles Material, wie Blätter und Grasschnitt wird verbrannt und ist damit für den Boden verloren. Er möchte noch schauen, wo man noch Essensreste für den Kompost herbekommen könnte. Die Küche, in der die Angehörigen für die Patienten kochen, ist eine Idee. Dort werden sie nicht für die Hühner und Schweine gebraucht.

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Einen längeren Schlauch haben wir schon in Mbeya gekauft, allerdings fehlt noch der Anschluss an den Wasserhahn
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Eine Gießkanne wäre hilfreich…

Während Stephan einen Übersetzer zur Verfügung hat, schlage ich mich mit meinen schwachen Kisuahili- Kenntnissen durch. Es geht schon viel besser, als noch vor zwei Jahren und ich habe Stephan auch nur wenige Male als meine Ehefrau vorgestellt… Glücklicherweise kennen mich die meisten des Personals noch und kramen ihr Schul- Englisch hervor, so dass wir in einer interessanten Mischung kommunizieren. Mit viel Humor geht alles 🙂

 

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