Temperatur- Sturz

Gestern sind wir heil zu Haus angekommen, liebevoll empfangen von allen unseren Kindern.

Von heißen 37°C auf der Dachterrasse des Hotels in Dar es Salaam, wo wir die letzten Berichte und Bilder berbeitet haben, zu „erfrischenden“ Minus (!) 17 °C hier in Königsfeld, sind es fast 50°C Temperatur- Unterschied…  Wir Menschen machen schon sehr merkwürdige Unternehmungen!

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Blick aus unserem Fenster

Der Blog wird jetzt hiermit abgeschlossen. Ich danke Euch sehr für alles mitlesen, mitdenken und mitbeten! Viele ermutigende Kommentare und Emails haben uns erreicht und erfreut. Danke dafür!

Stephan wird in den nächsten Tagen noch Bilder hochladen, es lohnt sich also, ab und zu vorbei zu schauen!

Mungu akipenda – wenn Gott will – werden wir in näherer Zukunft noch einmal nach Tansania fahren. Zum einen scheint es jetzt doch mit unserem Residence- Visum zu klappen, das  dann 2 Jahre für gilt (wir hatten es bis zu unserer Abreise nicht bekommen), das müssen wir ja ausnutzen. Zum anderen sind wir neugierig, wie die sich die angefangenen Projekte weiter entwickeln und haben jede Menge Ideen, was noch gebraucht werden könnte (abgesehen von einem neuen Herrnhuter Stern).

Wie schon im „Bericht“ geschrieben, kommen wir sehr gerne mit Bildern zu Vorträgen in Gemeinden und Gruppen. Einfach anrufen oder schreiben!

Wir freuen uns auch sehr, wenn die Menschen in Tansania weiter Eure finanzielle Unterstützung bekommen: Spendenkonten siehe ganz oben.

Wenn Ihr in den nächsten Tagen jemanden so herumlaufen seht, sind es wahrscheinlich Stephan und ich:

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Euch alle Gute! Bis zum nächsten Mal!

 

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Asante – Danke

Lassen sich 5 Monate und so viele Erlebnisse in einem kurzen Bericht zusammenfassen? – Natürlich nicht…
Was mir als erstes in den Sinn kommt, ist Dankbarkeit – wir sind reich beschenkt worden:
• Dankbarkeit, dass Stephan und ich diese Zeit hier teilen konnten – freigegeben von unserer Familie, von unseren Arbeitgebern und Kolleginnen
• Dankbarkeit für die Unterstützung, finanziell und persönlich, durch Johannes Klemm und Mission 21
• Dankbarkeit für die Unterstützung der Projekte durch die Herrnhuter Missionshilfe
• Dankbarkeit für die Begegnungen mit den Menschen in Isoko und in den anderen Orten, an denen wir waren. Dankbarkeit, dass sie uns an ihrem Leben haben teilnehmen lassen, Dankbarkeit für ihre Offenheit, ihre Freundlichkeit und Geduld. Viele sind uns ans Herz gewachsen und zu Freundinnen und Freunden geworden
• Dankbarkeit für die modernen Kommunikationsmittel, die es uns ermöglich haben, mit unserer Familie, mit FreundInnen und KollegInnen im täglichen Kontakt zu stehen
• Dankbarkeit für die unglaublich schöne tansanische Natur in all ihren Facetten

Was wir gemacht haben:

Medizinische Arbeit
Mitarbeit im Kreißsaal, in der Schwangeren- und Wöchnerinnenstation und Schwangerenambulanz. „On-Job-Training“ der Hebammen und des Hilfs- Personals
• Austausch über und Training von erleichternden Geburts- Methoden, Einführung und Training von Ultraschall- Technik zur Überwachung des Ungeborenen
• Kurz- Seminare zu geburtshilflichen Notfällen und anderen Themen
• Unterstützung der Krankenhaus- und Pflegedienstleitung und Einführung von Methoden zur Qualitätsverbesserung
• Zusätzlich in Mbozi: Unterricht über Geburtshilfliche Notfälle an der dem Krankenhaus zugehörigen Krankenpflege- und Hebammenschule

Heilpflanzengarten- Projekt
Mitarbeit im „Isoko Artemisia Project“, Einführung neuer Anbaumethoden zur Bodenverbesserung und zum Pflanzenschutz, Bau von verbesserten Trockengestellen, eines Sicherheits- Zaunes und eines Solar- Trockners
• Weiterentwicklung des Projektes auf der Verwaltungsebene in Kooperation mit der Projektkoordinatorin der kirchlichen Projekte Claudia Zeising: Erstellen von Projekt- und Arbeitsplatzbeschreibungen, Einstellung eines zusätzlichen Mitarbeiters, Erstellung von Formularen zu Anträgen und Abrechnungen. Einführung einer Kooperation von verschiedenen Heilpflanzen- Projekten. Einführung der Nutzung moderner Kommunikations- Medien (Smartphone/WhatsApp, Internet)
• Herstellung und Weiterentwicklung der Natur- Medizin- Produkte, Einführung neuer Produkte
• Hilfe bei der Ermöglichung eines Anamed Einführungs- und Aufbau- Seminars mit professioneller Anleitung
• Verbesserung der Vermarktungs- Strategien durch die Einführung neuer Label. Unterstützung bei der Suche von neuen Absatzmärkten, Herstellen von Kontakten
• Durchführung eines Kennenlern- und Kontaktseminars mit Traditionellen Heilerinnen und Heilern
• Bibelschule Lutengano: Tipps und Beantwortung von Fragen zum Start eines Avokado- Projektes, Durchführung von Seminaren zum ökologischen Landbau und zum Gebrauch von Heilpflanzen, Diskussion über die „theologische Dimension“ des Heilpflanzengebrauches

Öffentlichkeitsarbeit
Informationen nach Deutschland/Schweiz durch das Schreiben eines Blogs im Internet
• Veröffentlichen von Bildern im Internet
• Briefe und Emails an FreundInnen und SpenderInnen
• Artikel in „Weltweit verbunden“

Waisenprojekt                                                                                                                                       Das Waisenprojekt ist durch Enea Kajange gut geführt und wird mit vielen Ideen weiter entwickelt.                                                                                                                                                Hier haben wir vor allem durch Informationen nach Deutschland/Schweiz versucht, zu unterstützen. Ein Seminar für die Waisen und ihre Betreuerinnen zur Bodenverbesserung wurde durchgeführt

Was fehlt? Wie könnte es weitergehen?

Medizinischer Bereich

• Die Frage ist immer, ob sich so eine relativ kurzzeitige Mitarbeit „lohnt“ und ob sie etwas „dauerhaftes“ bewirken kann und an was man den „Erfolg“ misst.
Vielleicht ist die beste Beschreibung ein Katalysator: länger geplante oder gewünschte Themen wurden in Angriff genommen und manches umgesetzt, einfach durch die anwesende Unterstützung. Über die letzten zwei Jahre konnte ich schon sehen, dass bestimmte Themen präsenter waren und in Bearbeitung. Es sind immer kleine Schritte, aber das Bewusstsein verändert sich
• Die Kontrollsysteme für alle Stationen und Bereiche des Krankenhauses sind schwach. Das ist eine der größten Herausforderungen, weil es in den meisten Fällen ja dann doch „irgendwie“ klappt. Das konsequente Umsetzen der vorgegebenen oder selbst erstellten Standards braucht ein hohes Maß an fortgesetztem Engagement, das oft fehlt. Hier sind weitere Fortbildungen und „Motivationskampagnen“ unbedingt sinnvoll.
• Die Ärzte- Situation muss sich unbedingt bald klären. 2 der 3 Ärzte sind eigentlich in Rente und die Bezahlung ist unregelmäßig. Da kann und sollte die Kirche weiter unterstützen. Die Nachfolge für Dr. Shibanda ist weiterhin ungeklärt.
• Das einfache „Nachfragen“ nach dem Stand bestimmter Projekte ist schon sinnvoll und bewirkt einen erneuten Anstoß (zum Beispiel die Fortbildungen zum Ultraschall und zum neuen Röntgenassistenten)

Heilpflanzengarten
Der Garten ist durch den Anstoß und die Mitarbeit über mehrere Monate auf einem guten Weg und die, nicht zuletzt finanziellen, Erfolge motivieren die Gärtner. Bis zur finanziellen Selbständigkeit ist es allerdings noch ein Stück.
• Es ist unbedingt notwendig, weiterhin neue Märkte zu erschließen und der Versuch einer Integration in den Moravian Merchandise wäre für alle Seiten ein Gewinn
• Es ist angedacht, ein professionelles Anamed- Seminar für und mit den Traditionellen Heilerinnen und Heilern durchzuführen, wenn irgend möglich auch mit dem Krankenhaus- Personal. Das braucht sicher auch finanzielle Unterstützung
• Die Integration der Natur- Medizin in den Krankenhaus- Alltag sollte gefördert werden. Es gibt ermutigende Beispiele einer gelingenden Kooperation an anderen Krankenhäusern, zum Beispiel in der Wundbehandlung

Waisenprojekt
Unbedingte weitere Unterstützung dieser wichtigen Arbeit
• Ich konnte zwei Waisenkinder kennenlernen, die dringend eine Operation an den Füßen brauchen: eines ist wahrscheinlich mit einem Klumpfuß geboren worden, der andere ist als Baby ins Feuer gefallen und hat schlimme Verwachsungen an Fuß und Unterschenkel. Enea konnte schon ein Budget erstellen lassen, das sich auf knapp 1 500 Euro pro Kind beläuft. Es wäre uns ein Herzens- Anliegen, für die OP dieser Kinder Geld zu sammeln

Öffentlichkeitsarbeit
Die Information von Freunden und Unterstützern der Arbeit ist ein wichtiges Projekt. Enea hat ein Facebook- Konto eingerichtet und stellt häufig Fotos und kleine Filmsequenzen ein
• Wir wollen von Deutschland aus versuchen, für das Heilpflanzen- Projekt eine Homepage zu gestalten, spätestens, wenn das mit dem Moravian Merchandise klappen sollte
• Wir freuen uns darauf, in Gruppen und Gemeinden Bild- Vorträge zu halten! Bitte einfach melden!

Noch fehlt etwas in der „Dankbarkeits- Liste“, das habe ich für den Schluss aufgehoben: wir sind Gott unserem Herrn und Heiland unendlich dankbar für die Bewahrung vor Krankheit und Unglück, für unerwartete Hilfen und bereichernde Erkenntnisse. Wir haben uns gesegnet und behütet gefühlt. Das Eingebunden- Sein in die Geschwisterschaft der weltweiten Herrnhuter Brüdergemeine und Menschen anderer Kirchen und die Verbundenheit durch die Losungen und deren Auslegungen („Licht und Kraft“ und „Bethlehem- Texte“) waren besondere Geschenke.

Asante!

 

 

 

 

 

Kitulo und Ruaha

Elefanten und Zebras kommen gleich, aber zuerst müsst Ihr noch ein paar Blumenbilder anschauen. Der erste Teil unserer Reise führte uns nämlich in den Kitulo Nationalpark, der nicht umsonst „Der Garten Gottes“ genannt wird. Der Park liegt weit oben in den Bergen, fast 3 000m hoch und hat eine sehr einzigartige Vegetation.

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Die grasige Hochfläche vom Kitulo Park

Bedingt durch die besondere Lage, wachsen dort 45 Arten Orchideen und 350 verschiedene andere Arten Blumen – Stephan hat mindesten 300 davon fotografiert… Hier ein paar Highlights:

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Diese schöne Orchidee gibt es nur hier im Park – sonst nirgendwo auf der Welt
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Wilde Gladiolen – wunderschön!
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Herrliche Lilien

Stephan hat noch viele ander Schönheiten in „Stephans Bilder“ – einfach anklicken! Auch ein paar Buschböcke ließen sich sehen und viele Greif- und ein paar andere Vögel.

Die „Straßen“ waren allerdings sogar noch schlechter als die Straßen in Isoko und das will was heißen. Auch die Beschilderung war mehr als dürftig und die „Karte“ des Parks ein schlechter Witz. Sam, unser junger Fahrer und Führer war auch das erste Mal im Kitulo Park und hatte ziemlich zu kämpfen.

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Fahrkünstler Sam

Im Prospekt war ein Wasserfall angepriesen, „das Herz des Parkes“, den wollten wir natürlich unbedingt sehen. Die Beschreibungen der Ranger, die Sam angerufen hat und der Menschen unterwegs, die er gefragt hat, waren in etwa so präzise, wie die Karte. Am Schluss sind wir fürchterlich auf schlüpfrigem Gras und im Matsch stecken geblieben und nur mit viel Mühe wieder raus gekommen – da haben wir dann aufgegeben.

Aber dies hat das Mitleid der Park- Managerin erregt (mit der Sam dauernd telefoniert hat) und sie hat uns angeboten, wir könnten am nächsten Tag früh mit freiem Eintritt und Führer zu dem Wasserfall fahren. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und sind zeitig mit Sonnenaufgang und einem jungen Ranger als Führer wieder in den Park gefahren.

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Morgen- Tau auf dem Gras, wie mit Goldfäden verwebt

Die Stimmung war einzigartig, wir sind auch nur 1x stecken geblieben, sind einen langen, gewundenen Weg gefahren und am Ende an einem sehr steilen Berghang angekommen mit Blick auf wunderbaren Urwald. Und dann steht dort, sehr unverhofft und ohne Führer nicht zu finden, eine Berghütte und Sitzplätze, die dem Alpenverein Ehre gemacht hätten. Auch der Abstieg zum Wasserfall war zwar senkrecht in die Tiefe, aber mit sehr ordentlichen Treppenstufen, so dass es (fast) ein Vergnügen war, hinabzusteigen (wenn man die wackeligen Knie und den Gedanken an den Aufstieg ignoriert hat).

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Abstieg zum Wasserfall

Die Mühe hat sich unbedingt gelohnt, der Wasserfall ist ein unglaubliches Naturschauspiel, ein Absturz von bestimmt 100m im freien Fall und das Ganze im dichten, grünen Urwald.

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Nyumbe Wasserfall, das Herz des Kitulo Parkes

Nach diesem schönen Tagesbeginn sind wir weiter nach Iringa gefahren, haben dort übernachtet und dann ging es am nächsten Tag in den Ruaha Nationalpark, dem größten Nationalpark Tansanias, immerhin halb so groß wie Dänemark.

Hier war Sam dann richtig zu Hause, er ist ganz in der Nähe des Parks aufgewachsen, kennt jeden Schleichweg und alle Tiere mit Vornamen.

Jetzt kommen die versprochenen Zebras und Elefanten:

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Zebrastreifen, alle haben ein individuelles Muster

Der Ruaha- Park ist bekannt für seine große Elefanten- Population. Jetzt in der Regenzeit geht es auch allen sehr gut, niemand muss hungern.

Sam hat uns erzählt, dass er selbst als Kind sehr ungern gewaschen wurde und er sich einmal, nach einem Wasch- Kampf mit seiner Mutter, draußen im Staub gewälzt hat. Diesen Kampf brauchen die Elefanten nicht:

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Elefanten- Mutter sagt zum Kind: “ Komm, mach Dich schnell nochmal so richtig matschig, wir wollen gleich zum Essen gehen!“

Aber auch Baden macht richtig Spaß!

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Nilpferde?

Nein – „waschechte“ Elefanten!

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Zwei Jugendliche im Spaß- Erlebnis- Bad

Hinter jedem Baum tauchten unverhofft kleine und größere Elefanten- Gruppen auf. Hier wären wir dem armen Nilpferd fast über den Schwanz gefahren. Es hatte sich in einer Matschkuhle neben dem Baum gemütlich eingerichtet

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Entschuldigung für die Störung der Siesta!
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Es guckt auch schon ziemlich brummig…

Nilpferde gibt es ebenfalls sehr viele im Park und ihre grunzenden Rufe sind unvergesslich. Wir konnten sie bis in die Nacht hinein hören, weil unsere Hütte ganz in der Nähe des Flusses stand. Man wurde abends mit einer starken Taschenlampe und einem bewaffnetem Ranger als Begleitung zur Hütte geführt, da Nilpferde richtig böse werden können, wenn man ihnen über den Weg läuft. Es sollen schon viel mehr Menschen durch Nilpferde, als durch Löwen getötet worden sein.

Nun, dieser schien jedenfalls schon gefrühstückt zu haben:

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Von Autos lässt er sich nicht stören, wir waren so nah, dass man ihn hätte streicheln können (haben wir dann lieber doch nicht gemacht…)

Also das schönste Fell hat eindeutig dieser hier:

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Am zweiten Tag wurde wir zu einer Gruppe Geparden gerufen, die auch relativ entspannt unter einem Baum lagen. Das System geht so: wenn ein Führer etwas interessantes sieht, ruft er seine Kollegen an und dann stehen auch mal 8 Autos im Kreis um eine Geparden- Familie. Aber da alle den Motor ausstellen und die Menschen beeindruckt leise sprechen, ist es trotzdem eine andere Atmosphäre, als im Zoo… Bei der Größe des Parkes sind die Begegnungen mit Anderen auch nicht so häufig.

Wunderschön waren auch die großen oder kleinen Herden von Impala- Antilopen

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Dieses friedliche Bild hatten wir bei jeder Mahlzeit von unserem Ess- Platz aus

Alllerdings mussten wir sehr gut auf unser Essen aufpassen, vor allem auf das Brot, sonst war es ruckzuck geklaut:

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Sehen harmlos aus, aber sind freche Diebe!

Natürlich interessieren uns nicht nur die großen Tiere. Es gibt eine unglaubliche Vielfalt von wunderschönen, farbenprächtigen Vögeln

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Ein Eisvogel

Nicht nur die Raubkatzen, auch die Vögel jagen und haben zum Teil sehr raffinierte Methoden entwickelt. Dieser Storch „Nimmersatt“ täuscht die Fische mit einem ausgestrecken Flügel, so dass sie Richtung Schnabel schwimmen

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Storch bei der Jagd auf kleine Welse
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Mahlzeit für den Nimmersatt

Dieser hier ist Sams Lieblingsvogel. Sein Ruf klingt wie: „Go- go- go- away!“ („Geh weg!“)

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Der „Warn- Vogel“

Der Vogel warnt vor gefährlichen Tieren und hat, vor ein paar Jahren, auf diese Weise Sam vor einem Nilpferd- Angriff bewahrt.

So eine Warnung ist ganz praktisch, weil man doch gezwungenermaßen manchmal aussteigen muss, zum Beispiel beim 2. Platten innerhalb von 3 Tagen

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Sam ist sehr geübt im Reifen- Wechseln…

Nicht nur die Tiere, auch die Landschaft ist grandios. Am beeidruckendsten finde ich die unglaublichen Baobabs, die Affenbrotbäume

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Einer schöner, wie der nächste!

Die Elefanten reißen allerdings in der Trockenzeit an der wasserhaltigen Rinde und haben schon so manches Prachtexemplar zum Einsturz gebracht. Aber es gibt so viele Baobabs, dass das im Park kein Problem ist.

Baobab mit Loch
Wer sagt, dass man auch mit einem großen Loch im Herzen nicht weiterleben kann? Er (oder sie?) hier beweist das Gegenteil!

Ein Kitsch- Bild vom Sonnenuntergang muss sein:

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Ruaha Fluss in der Abendstimmung

So – ich glaube das reicht mal als Eindruck von unserer wunderbaren „Touristen- Safari“. Auch vom Ruaha- Park gibt es natürlich noch viele fantastische Bilder von Stephan, oben unter dem Link zu sehen.

Diese Giraffe mit den schönen Augen hat uns bei der Ausfahrt aus dem Park verabschiedet

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Welche Frau wird da nicht neidisch über diese schönen Wimpern?

Wir sind unglaublich dankbar, dass wir diese schöne Reise erleben konnten und mal so ein ganz anderes Tansania gesehen haben. Beides gehört zusammen!

Zurück in Mbeya konnten wir kurz Enea, Peter, Dr. Shibanda und Mginah sehen. Mginah hat von dem in dieser Woche durchgeführten Anamed- Seminar erzählt und wir haben noch weitere „Aufgaben“ zur Weiterentwicklung des Projektes, ausgetauscht.

Nun sitzen wir hier in einem Flughafen- Transit- Hotel im schwül- heißen Dar es Salaam und warten auf unseren Abflug ins kalte Deutschland heute am späten Abend. Das gibt uns die Zeit, die vergangenen Monate noch einmal Revue passieren zu lassen und das will ich im nächsten und letzten Blog- Eintrag versuchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschied aus Isoko

Man glaubt es kaum, aber unsere 5 Monate Tansania sind so gut wie vorüber und es hieß Abschied nehmen von Isoko, seinen Menschen und unserer Arbeit dort.

Die erste Abschiedsfeier hat uns Enea beschert. Sie meinte, die Waisenkinder wollten sich von uns verabschieden. Die Feier fand in der Baustelle von dem neu entstehenden „Zentrum“ statt.

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Die Baustelle – die Mauer und das Bürogebäude sind schon fast fertig

Enea plant seit längerem, einen eigenen Platz für die Waisenarbeit in Isoko zu haben. Wenn Treffen der Waisenkinder, Schulungen, Treffen der BetreuerInnen, der HIV- Gruppe und ähnliches sind, müssen diese entweder unter freiem Himmel stattfinden oder im Gästehaus – was wiederum Absprachen mit dem Krankenhaus erfordert. Das „Zentrum“ soll verschiedene Gebäude für die verschiedenen Aufgaben bekommen – gesichert durch eine solide Steinmauer und festen Drahtzaun ( inklusive Nachtwächter): Bürogebäude mit Lagerraum für Materialien und Akten der betreuten Kindern, ein großer Raum „mit Stühlen“ (das ist Enea sehr wichtig – sonst sitzen immer alle auf der Wiese oder auf Steinen rum) für Treffen und Schulungen, ein Haus für das Hühner- Projekt und die Bienen- Kästen und, am hinteren Ende der Mauer, Toiletten. Im Freigelände sollen der Parkplatz für das neue Auto, ein Lehr- Garten und ein Spielplatz entstehen.

Das Ganze ist recht gut durchdacht und budgetiert durch „unseren“ Peter. Ein guter Teil der Investition kann durch die Einnahmen aus dem Honigverkauf und dem Küken- Projekt finanziert werden und auch die Familien der Waisenkinder tragen bei: diesmal haben sie Säckeweise Sand mitgebracht. Für den Rest der Finanzierung (es fehlen ungefähr 13 000 Euro laut Budget), sucht sie noch Menschen „die ein Herz dafür haben“.

Wir bekommen ein Abschiedslied von den Kindern gesungen und viele Gebete und Segenswünsche dazu. Die Betreuerinnen bedankten sich mit selbst geflochtenen Grasmatten und einem Stück Kitenge

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Handgefertigte Grasmatten als Geschenk – und Enea und Neema in schicken Kleidern mit dem Emblem der Herrnhuter Brüdergemeine

Diese Matten sind normalerweise sehr viel größer und werden als Schlafmatten verwendet. Es gibt viele Familien, die keine Betten und/oder keine Matratzen benutzen, sondern auf diesen Matten schlafen. Für uns haben sie extra kleine Exemplare gefertigt „damit sie in den Koffer passen“. Wir konnten uns mit 50 Nähnadeln bedanken, die mit großer Begeisterung angenommen wurden.

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Ohne „Soda“ und was zu essen, geht gar nichts…

Dann gab es natürlich die obligatorische Soda und Mandazi – sowas wie Krapfen, nur ohne Marmelade drin

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Die Betreuerinnen – fast alle schon im deutlich fortgeschrittenen Alter

Ohne die Großmütter (und manchen Großvater) würde das ganze Gesellschaftssystem zusammenbrechen. Ich konnte eine aktuelle Statistik mit den prozentualen HIV- Infektionsraten der Bevölkerung Tansanias sehen – aufgeteilt in Distrikte. Der Südwesten Tansanias gehört zu den Gebieten mit den höchsten Infektionsraten: fast 10% der Bevölkerung. Die Leidtragenden sind (wieder einmal) vor allem die Kinder, denen die Eltern wegsterben.

Die nächste Abschiedsfeier war vom Krankenhaus- Personal. Dr. Shibanda hat an unserem letzten Arbeitstag alle MitarbeiterInnen mittags, zur Übergabezeit von der Früh- zur Spätschicht, in die Mutter- Kind- Ambulanz „beordert“ .

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Große Versammlung

Dr. Shibanda, Dr. Kapungu, die Pflegedienstleiterin und der Verwaltungsleiter haben sich herzlich für unsere Arbeit bedankt. Wir haben den Dank zurück gegeben: wir sind reich beschenkt worden mit wertvollen Erfahrungen und Freundschaften zu großartigen Menschen. Die Verwaltung hat Soda für Alle spendiert und so war es ein schöner Abschluss.

Am nächsten Morgen, nach der Morgenandacht und dem Reise- Segen, wurde noch ein Gruppenbild gemacht. Eine schöne Erinnerung für uns, weil Viele auf dem Bild sind, mit denen wir zusammen gearbeitet oder die wir täglich gesehen haben, die aber auf keinen anderen Fotos sind.

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Etwa die Hälfte des Krankenhaus- Personals – lauter tolle Menschen

Trauer oder gar Tränen zu zeigen ist nur zu wenigen Gelegenheiten „erlaubt“ und so habe ich meine Abschiedstränen vor dem Fototermin ordentlich abgewischt, lieb getröstet von Roda (die im blauen Kittel).

Abends waren wir dann noch bei Enea zum Abschiedsessen eingeladen. Auch diesmal hatte sie ihren Hof schön geschmückt, mit Kunstblumen aus Holland

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Eneas Sitzecke in ihrem Hof. Die Tücher täuschen: man sitzt ziemlich unbequem…

Auch der Himmel hat sich spektakulär verabschiedet:

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Der Blick aus unserem Fenster am Abend vor unserer Abreise

Als wir schon am gepackten Auto standen kam „unsere“ Familie von Hornvögeln noch einmal vorbei, als wollten auch sie „Auf Wiedersehen“ sagen

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Freundlicherweise war das Wetter klar und sonnig und wir konnten mit schönen Ausblicken auf die wunderbare Berglandschaft die Fahrt nach Mbeya auf der normalerweise sehr viel schlechteren Strecke genießen. Enea musste sowieso auch nach Mbeya und so konnten wir mit dem bequemen neuen Auto fahren.

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Das letzte Mal der schöne Blick

Wir haben noch einen kleinen Abstecher zu Claudia nach Rungwe gemacht (dort hat es geregnet), um uns zu verabschieden und um noch Abrechnungen und Quittungen zu bringen. Dort saß, zu unserer Überraschung, Michael Mwakalo aus Matema. Es war schön ihn noch einmal zu sehen, da weitere geplante Treffen nicht geklappt hatten. Seine Moringa- und Kakao- Bäume wachsen gut, aber leider hat er sehr viel Pech mit betrügerischen Mitarbeitern: einer, der für die Schweine verantwortlich war, hat 9 große Schweine gestohlen und verkauft. Und James, auf den er sich als engsten Mitarbeiter sehr verlassen hat, ist, nach unserem Treffen im November, nach Sumbawanga gefahren und seitdem nicht mehr aufgetaucht. Auch mit der Sekretärin des Projektes gibt es Probleme. Es scheint, als gäbe es in ganz Matema keine verlässlichen Menschen…

Auch Claudia ist gerade ziemlich unglücklich, aber nicht mit ihren Projekten und den Mitarbeiterinnen, sondern mit den Herren der Kirchenleitung. Es müssen auf Dauer neue Strukturen gefunden werden, die die Projekte der Frauen- , Waisen- und HIV- Arbeit unabhängig von den hierarchischen Leitungs- Strukturen machen – das wird noch ein schwieriger Prozess.

Heute haben wir uns noch einmal mit Mginah getroffen, der nächste Woche das Anamed- Seminar hier in Mbeya halten wird. Stephan hat mit ihm ausführlich den Bau des Solartrockners diskutiert und Mginah hat das Papp- Model mitgenommen ( ich möchte nicht sehen, wie es nach der Fahrt auf dem Pikipiki aussieht…).

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Maua- Cafe (wo derWeihnachtsmarkt stattgefunden hatte) – immer wieder schön

Auf dem recht langen Weg zum Maua- Cafe, wo wir gegessen haben, konnten wir uns noch sehr interessant über Heilmittel austauschen. Wir haben auch mit Mginah besprochen, in Isoko ein Seminar vor allem für die Traditionellen Heiler durchzuführen, was er sehr gerne machen möchte. Er wird mit Asekisye und Peter einen Zeitplan erstellen.

Ab Morgen werden wir für 6 Tage mal ausprobieren, wie man sich als Tourist in Tansania fühlt: wir haben eine „richtige“ Safari in den Kitulo („Der Garten Gottes“) und in den Ruaha- Nationalpark gebucht. Im nächsten Blogbeitrag (wahrscheinlich dem letzten) wird es also nur Bilder von Elefanten und Zebras geben 😉

 

 

Viele Babys

Das mit den Babys ist diesmal eher im übertragenen Sinne gemeint, obwohl auch reale Babys jeden Tag auf die Welt kommen.

Gestern hat mich der Elektriker, der auch für die Hühner- Brutmaschine (siehe Blogeintrag „Gesegnetes Auto“) zuständig ist, strahlend in den Kellerraum geholt, wo die Maschine steht: die ersten Küken sind geschlüpft!

Ich muss gestehen, dass ich massive Zweifel an dem Erfolg hatte, weil die Maschine zwar beeindruckend aussieht,

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Der Brutofen, sogar mit Tages- Anzeige (das Bild stammt vom 7. Tag)

… aber die Eier in normalen Eierkartons aus Mbeya nach Isoko transportiert worden und natürlich alle kalt und durchgeschüttelt waren. Der Ofen selbst hat alle paar Minuten Alarm gegeben (man hört ihn von unserem Badezimmer aus) und am Anfang haben wir dauernd den Handwerker geholt, aber er meinte immer, es sei alles in Ordnung.

Wir hatten beim Aufstellen geholfen, den Tipp gegeben, erst einmal den Raum sauber zu machen und den Ofen auf ein Holzgestell zu stellen und nicht direkt auf den Fußboden. Am schwierigsten war, ihn in die Waage zu bringen, da die Eier ja gedreht werden müssen und dazu sollte der Ofen gerade stehen. Wie erklärt man in Kisuahili „Wasserwaage“? Wir haben uns irgendwie verständlich machen können und in den nächsten Tagen wurde uns von vielen Seiten bestätigt, dass alles jetzt gerade steht.

Allen meinen Zweifeln zum Trotz hat er sehr gut fuktioniert und ca. 90 „Probe- Küken“ ausgebrütet.

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Fertig zum Schlüpfen

Der Schreiner hat im Nebenraum einen schönen Stall gebaut und da wohnen sie jetzt erst einmal.

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Tansanier und „Wazungu“ – Weiße
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Mashimbi, der „Papa“ – normalerweise Elektriker

Stephans „Baby“, der Solar- Trockner ist auch fertig geworden und steht jetzt vor dem Eingang vom Garten.

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Sieht dem Papp- Modell ziemlich ähnlich

Stephan hat schon einige kleine Verbesserungen vorgenommen und meinte, beim nächsten würde er manches modifizieren, aber er funktioniert gut und trocknet gerade 3 Lagen Eukalyptus- Blätter für Hustensirup. Der Schreiner des Krankenhauses hatte ihn in der Werkstatt zusammen mit Stephan gebaut und vor allem vorhandene Rest- Stücke verwendet. Das Gute ist, dass er transportabel ist (das „Häuschen“ oben kann man abheben) und man ihn über Nacht ins Büro stellen kann.

Er steht nämlich auf dem Korb- Ball- Feld, das fast täglich bespielt wird.

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Engagierte Spielerinnen

Korbball ist DER Mädchen- und Frauensport und wird mit großer Begeisterung auf Seiten der Spielerinnen und der ZuschauerInnen ausgeführt. Wir hatten etwas Sorge wegen des neuen Zaunes, aber die Trainerin hat auch einen Schlüssel und der Ball wird meistens nicht so hoch gespielt.

Der Zaun, als weiteres „Baby“, hat spannenderweise den Effekt, den Garten und das Artemisia- Projekt interessanter zu machen.

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Das beeindruckende Eingangs- Tor

Rechts auf dem Zettel stehen die Telefonnummern der Gärtner und die Verkaufszahlen haben, seit der Zaun steht, deutlich zugenommen. Der Verkauf ist immer noch weit unter dem angestrebten Ziel, aber es ist ermutigend, dass das Projekt mehr wahrgenommen und genutzt wird.

Letzten Sonntag haben Stephan und ich einen Spaziergang durch den Garten gemacht und mal alle Pflanzen- Sorten gezählt, die dort wachsen – die Liste ist unglaublich lang geworden

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Wir haben 77 Pflanzenarten gezählt

Wir haben sicher noch einige Pflanzen übersehen und von etlichen wissen wir den Namen nicht (deshalb manche Umschreibungen) aber es ist wunderbar, diese Vielfalt auf so kleinem Raum zu sehen – und was eine gesunde Umgebung und liebevolle Pflege alles erreichen kann.

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Trocknen von Aloe Vera

Die Gärtner sind dabei, neue Produkte zu entwickeln, vor allem Pflegecremes für Babys und Frauen. In der Wochenbett- Station habe ich kleine Cremedöschen gesehen, die vor allem Parafin (ein Erdölprodukt) oder sogar direkt „Petrol“ enthalten und jede Menge Zusatzstoffe und viel Parfüm. Das kann Allergien auslösen und die Haut auf Dauer schädigen. Das kann das Artemisia- Projekt besser! Auf diese Weise kann auch noch zusätzliche Kundschaft gewonnen werden – zumindest ist das der Plan.

Eines meiner „Babys“ ist die Verbreitung des Wissens um die Vorteile der aufrechten Gebärhaltungen, bei Geburten mit dem Kopf oder mit dem Popo voran. Da hat sich jetzt in der Kollegin Imelda Charles eine engagierte Mitstreiterin gefunden. Wir haben zusammen eine Power- Point- Presentation erstellt – in beiden Sprachen. Imelda ist Vorsitzende und Vize- Vorsitzende von Krankenschwestern-/Hebammenvereinigungen und hat damit auch Publikum zur Verbreitung, da auf allen Treffen auch kleine Fortbildungs- Einheiten vorgesehen sind.

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Imelda bei ihrer ersten Präsentation des Vortrages

Wenn wir Glück haben, kann sie den Vortrag sogar auf dem nationalen Kongress in Dodoma halten – das wird sich diese Woche hoffentlich noch entscheiden. „Natürlich“ kann Imelda die Reise, den Aufenthalt und die Kongress- Gebühren nie aus eigener Tasche bezahlen, das wären das verfügbare Einkommen von fast zwei Monaten. Aber zu der Unterstützung bin ich nur zu gerne bereit. Imelda ist eine gute Lehrerin und wir feilen jetzt nur noch ein bisschen am Vortrags- Stil – dann sehen wir weiter ob das mit Dodoma klappt.

 

 

 

 

Begräbnis- Fest und Traditionelle Heiler

Vor einer Woche ist Asekisyes Mutter nachts verstorben, oder „heimgegangen“, wie wir in der Herrnhuter Brüdergemeine gerne sagen und was in diesem Fall gut passt. Die alte Dame hatte ein gesegnetes Alter von 84 Jahren erreicht und war vorher in ihrem Leben nur 1x im Krankenhaus gewesen, vor gut 20 Jahren (ich habe ihre Krankenakte gesehen) – da darf man dann auch in Frieden gehen. Noch am Tag vorher hatte ich sie besucht und sie hat mich, fröhlich im Bett sitzend, aus einem fast zahnlosen Mund angelächelt – umgeben von zahlreichen Verwandten. In der Nacht ist sie dann friedlich eingeschlafen.

Zwei Tage war sie in der Totenkammer, die gekühlt werden kann. Der Spruch über der Eingangstür könnte auch über einem der brüderischen Gottesacker- Tore stehen:

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Selig sind, die in dem Herrn sterben von nun an, spricht der Herr (Offenbarung 14,13)

Am Samstag kamen dann gegen Mittag zuerst einige Frauen und dann viele vor allem junge Männer. Diese hatten bis gerade eben noch das Grab ausgeschaufelt und alle waren froh, dass es nicht geregnet hat – das graben ist dann bestimmt noch sehr viel schwieriger. Die Mama wurde auf eine Trage gelegt und in einem langen Zug zu ihrem Haus getragen, das recht weit oben auf dem Berg liegt. Der Weg schlängelt sich steil bergauf, die Träger wechselten sich häufig ab und kamen sicher oben an.

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Heimweg

Es gibt zwar auch Friedhöfe, aber die meisten Menschen werden direkt bei ihrem Haus begraben. Halb Isoko war zum Begräbnis da und von weit darüber hinaus waren Gäste gekommen. Viele haben mir gesagt, dass sie ihre Mutter war – wobei diese Bezeichnung nicht wörtlich zu nehmen ist, wie auch alle anderen Verwandtschafts- Bezeichnungen. Wenn man es genau wissen will, muss man sehr präzise nachfragen.

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Gedränge am Haus, alle sind gekommen

Oben war schon alles gerichtet: ein Dach für die beiden Pfarrer (aus Isoko und aus Kafule), die Lautsprecher- Anlage aus der Kirche und ein riesiger Lautsprecher, der mitten auf dem Hof plaziert war und um den herum bei lauter Musik getanzt wurde.

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Tanz zu Ehren der Verstorbenen

Dann wurde der Lautsprecher an die Seite geräumt und der Sarg aus dem Haus gebracht und auf einen Tisch gestellt. Der Pfarrer hielt eine wohl recht lustige Predigt – es wurde jedenfalls viel gelacht. Der Sarg diente dabei als Ablage für die Bibel oder die Brille und auch mal als Stütze für den Ellbogen – alles nicht so „pietätvoll“, wie wir es gewohnt sind.

Es wurde dann ausdrücklich um eine Kollekte gebeten. Das Geld bekommt die Trauerfamilie, die mit den Trauerfeierlichkeiten erhebliche Ausgaben hat – alle die jetzt gekommen sind und noch in den nächsten Tagen kommen, müssen schließlich verpflegt werden und die Küchen- und sonstigen Hilfen brauchen auch ein kleines Entgelt.

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Alle sind versammelt im kleinen Hof. Au dem Sarg steht der Kollekten- Teller

Einer der Söhne las einen kurzen Lebenslauf vor, es waren etwa 4 Sätze. Am eindrücklichsten war mir, das sie 11 Kinder geboren hat, von denen jetzt nur noch 7 leben. Ihr erster Krankenhausaufenthalt vor 20 Jahren war auch anlässlich des Todes eines ihrer Söhne gewesen. Sie wurde ein paar Tage wegen „Depressionen“ behandelt. Was hätte sie wohl selbst erzählt aus ihrem langen Leben?

Dann wurde sie hinter das Haus getragen und in einem tiefen Grab begraben. Das war so tief, dass von den Männern, die von unten den Sarg entgegen genommen haben, gerade noch die Hände herausgeschaut haben…

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Tief im Schoß von Mutter Erde

Als Geschenk für die Trauerfamilie werden traditionell Decken übergegeben und ich hatte mich schon gewundert, was sie mit so vielen Decken machen wollen – aber Decken kann man ja eigentlich immer gebrauchen. Jetzt haben wir gelernt, dass etliche Decken und auch geflochtene Bastmatten als Grab- Beilagen mit in das Grab gegeben werden. Mbughi, den wir später danach fragten meinte, „damit die Tote schön weich liegt“. Da hat sich dann doch noch ganz alter, traditioneller Glaube erhalten. Aber ist es bei uns sehr anders??

Nachdem das Grab zugeschaufelt und glatt geklopft war, kamen die Verwandten nacheinander und haben mit weißen Girlanden (Klopapier) umwickelte Kränze niedergelegt.

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Söhne und Enkel und schön geschmückte Kränze

Nach dem Abschluss- Segen haben wir uns verabschiedet, aber Viele sind da geblieben und bekamen dann Essen das in riesigen Töpfen zubereitet wurde. Der Ugali (Maisbrei) wurde mit Holzlöffeln so groß wie Ruder, umgerührt.

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Umrühren ist Schwerstarbeit…

Asekisye ist dann noch eine halbe Woche zu Hause geblieben und hat Gäste empfangen und versorgt. Sein eigenes Haus steht etwas unterhalb des Hauses seiner Mutter und auch die meisten der Geschwister leben in der Nähe, so dass ein großer und guter Familien- Zusammenhalt gegeben ist.

Für Mittwoch hatte Dr. Shibanda, auf unsere Anregung hin, Traditionelle Heiler – „Hexen- Ärzte“, wie sie in Kusiahili heißen, aus der näheren Umgebung eingeladen. Früher habe es regelmäßig solche Treffen gegeben, aber in den letzten Jahren nicht mehr. Die Heilerinnen und Heiler sind sehr gerne der Einladung gefolgt, 3 Frauen und 5 Männer, die meisten aus dem Ort mit dem schönen Namen Chikumbulu.

Wir haben das Treffen damit angefangen,den Heilern unseren Heilpflanzengarten zu zeigen und zu erklären. Asekisye hat sich als hervorragender Lehrer erwiesen – ich habe ihn noch nie so viel und eloquent reden hören…

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Asekisye erklärt den Heilpflanzen- Garten

Es war schon dort ein interessanter Austausch, denn einige der Pflanzen kannten die meisten noch nicht, wie zum Beispiel das Artemisia.

Dann sind wir, knapp rechtzeitig vor einem heftigen Regenguss, in das Gästehaus gegangen und haben dort in der Runde gesessen. Ursprünglich war der Plan, dass auch die Krankenhaus- Ärzte – allen voran Dr. Shibanda – und auch anderes Krankenhaus- Personal an dem Treffen teilnehmen sollten. Das hat leider nicht geklappt, weil gerade an diesem Tag Vertreter von der staatlichen Kranken- Versicherung da waren und mit Dr. Shibanda getagt haben. Eine Kollegin, Imelda, war aber mit dabei und hat wertvolle Beiträge und Übersetzerdienste geleistet.

Immerhin kam kurz Dr. Kapungu vorbei und hat auf die Symptome von Polio (Kinderlähmung) und Masern hingewiesen und die Heiler gebeten, Patienten mit diesen Symptomen sofort in die Klinik zu schicken. In einer anderen Region in Tansania hat es wohl mehrere Todesfälle gegeben, so dass vom Gesundheitsministerium um besondere Aufmerksamkeit gebeten wurde (in diesem Zusammenhang wird jetzt wohl auch in Tansania die Kinderlähmungs- Schluckimpfung in eine Injektion umgewandelt, wie bei uns schon seit vielen Jahren. Bei der Schluckimpfung können die geimpften Kinder Polio- Viren ausscheiden und so Ungeimpfte anstecken. Viele Erwachsene sind auf diese Weise an Polio erkrankt).

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Dr. Kapungu bei seinem Vortrag über Polio- und Masernsymptome

Leider ist Dr. Kapungu nicht zum Austausch geblieben, denn der war wirklich hochinteressant: wir hatten jeden Einzelnen gefragt, ob er/sie, neben den üblichen Krankheiten, Spezialgebiete zur Behandlung habe:

Einer behandelt Knochenbrüche, indem er über der Bruchstelle einschneidet und einen Pflanzensaft auf den gebrochenen Knochen tropft. Es sei in 1 bis 2 Wochen geheilt. Manche lassen im Krankenhaus eine Röntgenaufnahme machen und gehen dann zum Heiler zur Behandlung, weil die Heilung einfach schneller geht (das wurde mir verschiedentlich bestätigt).

Mehrere machen Kinderwunsch- Behandlungen bei Männern und Frauen, mit gutem Erfolg – nach eigenen Aussagen. Sie können „einen Mann öffnen, wenn er durch einen Zauber verschlossen war“

Auch Pflanzen zur Verhütung kennen sie (so ganz darauf verlassen würde ich mich aber nicht…)

Eine der Frauen „treibt Dämonen aus“. Bei ihr habe ich nachgefragt, woher sie weiß, ob ein Patient einen Dämon hat oder eine „normale“ Krankheit: sie sucht verschiedene Pflanzenmischungen aus dem Garten und wenn eine Mischung nicht hilft, wird eine andere ausprobiert. Das klingt also einfach nach Phytotherapie. Ich habe mich mal extra neben diese Heilerin gesetzt, um sie zu spüren und man merkt schon eine besondere Kraft bei ihr. Sie ist, bestimmt nicht umsonst, die Vorsitzende einer Organisation der Traditionellen Heiler. Allerdings ist sie auch super freundlich und herzlich und wir wurden mit vielen „Karibu“ eingeladen, sie zu besuchen – was wohl leider an der Zeit scheitern wird.

Alle der Frauen sind „TBA“ – Traditionelle Hebammen. In Chikumbulu scheint es eine fruchtbare und entspannte Zusammenarbeit mit der Dispensary, der staatlichen Gesundheitsstation, zu geben. Die Schwangeren nutzen beide „Gesundheitssysteme“ und gehen, neben der Behandlung durch die Traditionellen Hebamme, auch zu den „normalen“ Schwangerenvorsorgen. Zur Geburt in der Dispensary werden sie dann von der Traditionellen Hebamme begleitet, die der „diplomierten“ Hebamme assistiert. Von so einer guten Zusammenarbeit hatte ich auch am Lake Tanganyika gehört, wo ich vor einigen Jahren war – das ist ein gutes System.

Was mir nicht gefällt ist die Gabe von Pflanzen, die die Wehen verstärken oder die Geburt einleiten. Mit Frauen, die eine solche Behandlung bekommen hatten, haben wir hier leider schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht, von Rissen in der Gebärmutter bis zu unerklärlichen kindlichen Todesfällen. Beliebt sind aber auch Bauchmassagen mit dem Gel aus der Aloe Vera- Pflanze – das kann gerne gemacht werden!

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Unsere schönen Aloe- Pflanzen werden bewundert

Wir haben alle Heiler gefragt, woher sie ihr Wissen haben und sie haben alle Verwandte angegeben, die meisten ihre Eltern und Großeltern. Ob sie auch Schüler haben? Das wird eher zögerlicher beantwortet, aber sie wollen ihr Wissen auf jeden Fall weitergeben. Alles andere wäre auch zu schade!

Sie sind übrigens Kirchgänger und viele sind Mitglieder der Brüdergemeine. Dieser Kontakt und solche Treffen sollten unbedingt weiter verfolgt und ausgebaut werden – zum Nutzen der Menschen hier in den Bergen.

Was ich sonst noch mache? Vor allem Schränke ausmisten und neu sortieren in mehreren Abteilungen, zusammen mit der Pflegedienstleitung und den entsprechenden Schwestern. „Five S“ ist inzwischen ein geflügeltes Wort geworden und alle sind sehr dankbar über die neue Ordnung, weil es deutlich übersichtlicher ist und die Chance bietet, das zu finden, was man gerade sucht. Inzwischen sind sie auch mutiger, etwas wegzuschmeißen, wie uralte poröse Schläuche oder verrostete Instrumente, die in irgendwelchen Schrank- Ecken auftauchen.

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Neue Ordnung im Notfall- Schrank in dem „Intensiv- Zimmer“ – alles schön in Schächtelchen und beschriftet

Das klingt für uns Deutsche so selbstverständlich, ist aber einer der Punkte, die mich hier oft zur Verzweiflung treiben. Ich hoffe sehr, dass die Schächtelchen eine Hilfe sind und dass die Ordnung ein bisschen anhält…

 

 

 

 

 

Dies und das

Weil gerade nichts so richtig linear verläuft, kommt hier mal ein Beitrag „dies und das“ von dem, was wir gerade so machen und erleben.

Zweimal musste ich noch (bzw einmal zusammen mit Stephan) nach Mbeya, wegen unserer Aufenthaltsgenemigung. Das hat uns immerhin wunderschöne Sonnenaufgänge beschert (wir müssen sehr zeitig los, um den Weg zu schaffen) und einen Weitblick bis zum Lake Malawi

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Sonnenaufgang über den Bergen

Ab dem Ort kurz vor der Grenze, der sicher auch einen Namen hat, aber nur „Border“ heißt, sind wir mit dem Bus nach Mbeya gefahren. Nun ist das nicht so ein bequemer Reisebus, sondern man sitzt eingeklemmt zwischen mehr oder weniger wohlriechenden Nachbarn (je nachdem, ob sie Klopapier zu Hause haben oder nicht) auf wackeligen Sitzen. Bei der ersten Fahrt wurden die Abgase des Busses in den Innenraum geleitet und man hatte die Wahl zwischen einer Abgasvergiftung oder einem steifen Hals vom offenen Fenster. Ich habe mich mit einem um den Hals geschlungenen Kanga (Universaltuch für alles und jedes) gerettet.

Auf der einen Rückfahrt sind wir fürchterlich im Schlamm stecken geblieben – es war schon dunkel und hat heftig geregnet. Wir mussten alle aussteigen, inklusive des Finanzmitarbeiters, der gut und gerne 200kg wiegt, und den Berg hoch laufen. Amson der Hausmeister hat uns wieder einmal gerettet und mit einer Schaufel den Schlamm weggeschaufelt, bis die Räder einigermaßen gegriffen haben. Er war von oben bis unten mit Schlamm bespritzt und ganz erledigt – aber er und Abel (der Fahrer) haben es, mit einem beherzten Anlauf, geschafft.

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Die Straße zur Border – bei Licht. Das ist die „gute“ Straße. Die andere, über die Berge, ist noch schlechter

Ganz ausgestanden ist die Genehmigungs- Angelegenheit immer noch nicht, aber wir haben jetzt das Wohlwollen des Immigration- Office in Mbeya – das ist auch schon was wert.

Eines Mittwochs bekamen wir die Nachricht, dass auf dem Marktplatz von Isoko eine Gruppe auftritt, mit „Traditioneller Trommelmusik“. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und es war wirklich ein sehens- und hörenswertes Spektakel.

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Die Trommelgruppe

Zu den Trommeln gab es einen Flöter, der auf einem Kuhorn (?)  einfache Tonfolgen gespielt hat und dann eine Tanzgruppe aus vielen Männern und Frauen

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Die Tänzer in der Choreographie mit rituellen Stäben (oder auch einfach ein Stecken vom nächsten Baum)

Stephan hat noch viele schöne Bilder dazu – oder sie kommen demnächst.

Auf dem Markt haben wir auch interessante neue Lebensmittel gesehen: gebratene Termiten (die haben wir nicht probiert) und Früchte mit sehr leckeren süß- sauren Kernen, die einem ein Loch in die Zunge ätzen, wenn man zu viele davon isst. Die Schalen dieser Früchte sondern beim Anschneiden eine sehr klebrige Milch ab. Stephan hat das gleich ausgenutzt, weil der mitgebrachte Klebestift eingetrocknet war:

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Bastelstunde mit Natur- Kleber

Stephan hat ein Modell des geplanten Solar- Trockners aus alten Keks- Schachteln gebastelt. Claudia hatte uns überzeugend dargelegt, dass Zeichnungen, und seien sie noch so ausgefeilt Drei- Dimensional, als Arbeitsanleitung nicht viel nützen.

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So soll er mal aussehen, der Solarofen, mit dem die Gärtner die schlechte Trocknung in der Regenzeit austricksen wollen

Neben den Früchten mit dem mitgelieferten Kleber haben wir noch andere neue Früchte getestet.

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Auch diese Kerne sind sehr fein süß- säuerlich, ohne Gefahr für die Zunge…

Wir hatten sie von einem der Nachtwächter geschenkt bekommen, der meinen Geburtstag mitbekommen hatte, weil Stephan einen großen, wunderbaren Blumenstrauß für den Frühstückstisch gepflückt hat.

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Ist der nicht schön? Alles aus dem Garten!

An dem Tag haben auch viele andere Erdenbürger auf die Welt gedrängt. Im Kreißsaal waren 5 Gebärende, so dass sogar das Not- Bett, auf dem normalerweise die Instrumente gepackt werden, ausgeklappt und „belegt“ war.

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„Volles Haus“

Glücklicherweise konnten wir abwechselnd welche in die „Warteschleife“ schicken und im Kreißsaal umschichten, so dass alle zur Geburt dann wenigsten einen Vorhang um sich herum hatten – so viel Privatsphäre sollte schon sein. Drei der 5 Babys kamen an diesem Vormittag, die anderen beiden am Nachmittag bzw. in der Nacht.

Inzwischen ist das kleine Doppler- Gerät, mit dem man den kindlichen Herzschlag abhören und gleich die Frequenz ablesen kann, sehr beliebt und wird von den meisten Hebammen genutzt. Ich hatte danach gefragt und Dr. Shibanda hat ein gutes Gerät aus einer Schublade „gezaubert“. Nun machen wir damit viel Training an den Gebärenden. Ich erhoffe mir davon eine bessere und eindeutigere Identifizierung von Ungeborenen, die Probleme mit der Geburt haben, da es sehr einfach und auch im Stehen oder Hocken angewendet werden kann.

Aus Mbeya hatten wir dieses Plakat mitgebracht, das auch die „Anamed“-Organisation entwickelt hat und verteilt.

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Gefahr durch die Inhaltsstoffe von vielen beliebten Cremes

In vielen Kosmetika, vor allem in aufhellenden Cremes, sind gefährliche Inhaltsstoffe, wie Cortison oder sogar Quecksilber. Als ich das Plakat in der Morgenrunde vorgestellt habe, gab es viele betroffene Gesichter. Eine der Krankenschwestern vertreibt eine dieser Cremes in ihrem Laden… Das ist eine gute Chance für die Heilpflanzen- Produkte. Die Gärtner wollen eine gute Hautcreme mit in ihre Produkt- Palette aufnehmen. Geeignete Pflanzen gibt es zuhauf und das gute, rote Palmöl und Bienenwachs sowieso.

Das Internet wird schlechter – aber für das Bild von meinen Lieblingsvögeln reicht es noch:

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Mousebirds – einfach entspannt abhängen